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Unterwegs mit Elektrofahrrad : Besser mit Motorradhelm

24.10.2012 09:01 Uhr
Ein Helm sollte beim Fahren von E-Bikes auf jeden Fall getragen werden. Am besten sogar ein Motorradhelm, meinen Orthopäden und Chirurgen. Foto: dpaBild vergrößern
Ein Helm sollte beim Fahren von E-Bikes auf jeden Fall getragen werden. Am besten sogar ein Motorradhelm, meinen Orthopäden und Chirurgen. - Foto: dpa

Mit einem Elektrofahrrad ist man flott unterwegs. Was praktisch ist und Spaß macht kann aber auch gefährlich werden, denn die E-Bikes sind teils deutlich schneller als normale Räder. Daher plädieren Ärzte für einen Helm, am besten sogar ein sicherer Motorradhelm.

Pedelecfahrer sollten sich mit einem Fahrradhelm vor schweren Kopfverletzungen bei einem Unfall schützen. Und wer mit einem noch schnelleren E-Bike unterwegs ist, greift sogar besser zu einem Motorradhelm. Das empfehlen die Organisatoren des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (23. bis 26. Oktober) in Berlin. Zwar gebe es noch keine detaillierten Untersuchungen zu Unfällen mit elektrischen Fahrrädern. Es sei aber mit ähnlichen Verletzungsformen wie bei herkömmlichen Rädern zu rechnen.


Die Verletzungen mit den neuen Rädern könnten sogar schlimmer ausfallen, weil die Fahrer mit höherer Geschwindigkeit unterwegs sind, warnen die Orthopäden und Unfallchirurgen. Sinnvoll sei neben einem Helm auch Schutzkleidung mit Protektoren, um Abschürfungen und Platzwunden im Falle eines Sturzes zu vermeiden. Einer Studie zufolge verletzt sich die Hälfte der Fahrer herkömmlicher Räder bei einem Unfall an Kopf und Armen, zwei Drittel an den Beinen und jeder Fünfte am Brustkorb. Pedelecs können bis zu 25 km/h schnell sein, E-Bikes bis zu 45 km/h.

Die Zahl der tödlichen Fahrradunfälle ist den Angaben zufolge leicht gestiegen, vermutlich weil immer mehr Fahrer mit elektrisch angetriebenen Rädern unterwegs sind. Sowohl Fahrer als auch andere Verkehrsteilnehmer unterschätzten oft deren Geschwindigkeit. Vor allem ältere Menschen seien in diesem Zusammenhang wegen ihres geringeren Reaktions- und Wahrnehmungsvermögens unfallgefährdet. (dpa)

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