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Wie Auto-Lack schützen? : Der Winter ist ein garstiger Geselle

21.12.2012 11:44 Uhr
Ein Experte untersucht die Beschaffenheit einer Lackierung. Normalerweise wird der Lack in vier Schichten aufgetragen. Foto: dpaBild vergrößern
Ein Experte untersucht die Beschaffenheit einer Lackierung. Normalerweise wird der Lack in vier Schichten aufgetragen. - Foto: dpa

Im Winter wird der Lack von Autos besonders beansprucht. Der schlimmste Feind ist das Streusalz, aber auch sonst gibt es starke Beanspruchung für die "Haut eines Autos". Besonders schwierig ist die Pflege von Matt-Lacken.

Obwohl Autolack nur etwa ein Zehntel Millimeter dick ist, was einem menschlichen Haar entspricht, verfügt er grundsätzlich über starke Abwehrkräfte. Moderne Autolacke seien so konzipiert, dass sie im Winter Einflüssen wie Kälte und Streusalz gut standhalten, sagt Ralf Robert vom Lackhersteller BASF Coatings. "Vor mechanischen Beanspruchungen wie Steinschlag durch aufgewirbelten Split gibt es allerdings keinen hundertprozentigen Schutz." Werden Steinchen gegen den Lack geschleudert, können feine Risse entstehen, die bis aufs Blech reichen. Die Folge ist Korrosion, die durch Streusalz beschleunigt wird.

"Salz und Salzwasser dringen bis in die entlegensten Ecken vor. Der Lack sollte daher im Winter möglichst oft mit viel sauberem Wasser vom Salz befreit werden", empfiehlt Sascha Pfeffer vom Lackhersteller Standox.

Gerade nach längeren Fahrten in salzhaltigem Spritzwasser, etwa auf Autobahnen, sollte mit der Frischwasserdusche nicht zu lange gewartet werden, die Autos am besten in einer Waschbox bekommen. Von zu häufigen Fahrten in die Waschanlage rät Pfeffer ab. "Dort werden Reinigungsprozesse, die bei einer gründlichen Handwäsche durchaus ein bis zwei Stunden dauern, in acht Minuten durchgeführt." Die Bürsten und eingesetzten Chemikalien seien "eine echte Herausforderung für den Autolack".

Wie Schmiergelpapier

Trocknet Streusalz auf dem Lack an, bildet es eine weißmilchige Schicht. Sie besteht aus winzigen Salzkristallen, die der Autohaut wie Schmirgelpapier zusetzen können, wenn der Wagen ohne gründliche Vorwäsche in die Waschanlage gefahren wird. Oder wenn Autofahrer versuchen, die weiße Schicht mit einem Handfeger zu entfernen.

Guten Schutz im Winter bietet eine Politur mit anschließender Versiegelung. Wer das im Herbst versäumt hat, kann es nach einer gründlichen Wäsche an Tagen mit milden Außentemperaturen oder in einer Garage nachholen. «Die Politur frischt den Lack auf, indem kleine Kratzer und Oberflächenstörungen entfernt werden», erklärt Pfeffer. Eine Wachsversiegelung weist Schmutzpartikel und Wasser ab. Diese Schutzschicht nutzt sich allerdings mit der Zeit ab, was laut BASF-Experte Robert am nachlassenden Perleffekt erkennbar ist. Normale Autowachse hielten rund vier Wochen, Premium-Wachse etwa doppelt so lange.

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