Der Tagesspiegel : Autofahrer sollen nachgeprüft werden

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Potsdam. Angesichts der Unfallstatistiken wundert es nicht, dass ausgerechnet aus Brandenburg ein Vorstoß in Sachen Fahrsicherheit kommt: Das Verkehrsministerium hat regelmäßige Führerschein-Nachschulungen für Autofahrer angeregt. Alle fünf bis zehn Jahre sollten die Kenntnisse in Sachen Erste Hilfe, Verkehrsregeln und praktisches Verhalten aufgefrischt werden, sagte Verkehrsstaatssekretär Clemens Appel am Dienstag in Potsdam. Einzelheiten für eine mögliche Gesetzesinitiative sollen frühestens Ende des Jahres bekannt gegeben werden. Eine entsprechende Regelung könnte nur auf Bundesebene beschlossen werden. Führerschein-Nachschulungen könnten laut Appel helfen, die Zahl der Verkehrsunfälle zu senken. Bei neuen Verkehrsregeln bestünden in der Bevölkerung erhebliche Wissenslücken. Zudem könnten die Risiken, die von älteren Autofahrern ausgehen, mit Fortbildungen verringert werden. „Die Linksfahrer auf Autobahnen sind meistens in meinem Alter“, sagte der 49-Jährige.

Auf Brandenburgs Straßen starben im vergangenen Jahr 375 Menschen. Auf die Bevölkerung hochgerechnet sei dies bundesweit die zweithöchste Zahl. Für Führerschein-Nachschulungen könnte eine Art Pass eingeführt werden, in dem Autofahrer Punkte für bestandene Fortbildungen sammeln müssen, sagte Appel. dpa

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