Autokrise : Toyota rutscht tiefer in rote Zahlen

Die Absatzflaute hat den weltgrößten Autobauer Toyota zu Jahresbeginn mit voller Wucht getroffen. In den Monaten Januar bis März sind die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27 Prozent auf 1,76 Millionen Fahrzeuge eingebrochen

TokioDer Verlust in dem Ende März abgeschlossenen Jahr summierte sich auf 437 Milliarden Yen (3,28 Milliarden Euro), wie der japanische Konzern mitteilte. Es ist der erste Jahresverlust in mehr als vier Jahrzehnten. Im Geschäftsjahr davor hatte Toyota noch 1,72 Billionen Yen verdient. Toyota nannte als Gründe den Absatzeinbruch vor allem in den USA und Europa sowie den scharfen Anstieg des Yen-Kurses und der Materialkosten.

Der Absatz fiel auf 7,57 Millionen Fahrzeuge. Das waren 1,34 Millionen weniger als im Jahr davor. Der Umsatz sackte um 21,9 Prozent auf 20,53 Billionen Yen ab.

Der Autobauer stellt sich auf weiterhin harte Zeiten ein: Für das laufende Geschäftsjahr wird ein operativer Verlust von rund 850 Milliarden Yen erwartet. Im abgelaufenen Jahr verbuchte Toyota ein operatives Minus von 461 Milliarden Yen.

Es werde "noch einige Zeit dauern, bis die Finanzmärkte in den USA und Europa sich normalisieren und die Weltwirtschaft sich erholt", sagte Toyota-Chef Katsuaki Watanabe. Toyota plane daher im laufenden Jahr weitere Kostensenkungen. Der Fokus auf umweltfreundliche Technik wie Hybrid-Antriebe solle aber unvermindert verfolgt werden. In diesem Jahr wolle Toyota vier Hybrid-Modelle für den Heimatmarkt und drei für Übersee auf den Markt bringen. (cl/dpa)