Babelsberg : In prominenter Gesellschaft

SAP-Gründer Hasso Plattner kauft die Churchill-Villa am Griebnitzsee. Der Milliardär lebt nun neben den vielen anderen Reichen und Schönen - von Wolfgang Joop bis Nadja Uhl.

Nana Heymann

PotsdamIn den Wissenschaftsstandort Potsdam investierte Hasso Plattner seit der Wende schon 200 Millionen Euro. Nun hat sich der Chef des Software-Unternehmens SAP etwas fürs eigene Wohlbefinden gegönnt: In Babelsberg kaufte er sich eine Villa. Das rosafarbene Gebäude mit Blick auf den Griebnitzsee wurde vom späteren Bauhaus-Architekten Ludwig Mies van der Rohe entworfen. Während der Potsdamer Konferenz 1945 wohnte hier der britische Premierminister Winston Churchill.

Bislang lebte Hasso Plattner abwechselnd in den USA und Südafrika. Dass sich der 65-Jährige nun einen Wohnsitz in Potsdam zulegt, verwundert nicht. Regelmäßig besucht der gebürtige Berliner die Landeshauptstadt. Hier befindet sich das von ihm gestiftete Hasso-Plattner-Institut für Softwaretechnik (HPI), an dem der Milliardär regelmäßig Vorlesungen und Seminare hält – von seiner neuen Villa aus ist es fußläufig erreichbar. Erst zu Beginn dieser Woche kam der Unternehmer zur Grundsteinlegung für einen Neubau auf dem Institutsgelände, der knapp 16 Millionen Euro kosten wird.

Mit seiner Entscheidung für einen Wohnsitz in Potsdam befindet sich Hasso Plattner in prominenter Gesellschaft. Ganz in der Nähe von Plattners neuem Domizil in der Virchowstraße lebt der Regisseur Volker Schlöndorff. Am anderen Ende der Stadt, am Heiligen See, haben Designer Wolfgang Joop und Moderator Günther Jauch ihre Anwesen. Dort befindet sich auch die Villa Kellermann, die vor zwei Jahren von Wella-Erbin Gisa Sander und deren Ehemann Hans-Joachim gekauft wurde. Noch bis zum letzten Sommer wurde die Villa als Restaurant genutzt. Nun lässt Gisa Sander sie nach ihren Wünschen herrichten.

Eine Fahrgemeinschaft zum Springer-Verlag in Kreuzberg könnte Verlagschefin Friede Springer einrichten. Sie zog unlängst zu Jauch und Joop an den Heiligen See. Dort wohnt auch Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Springer-AG. Er hat sich noch zwei weitere Anwesen in Potsdam zugelegt: die Villa Henkel am Pfingstberg sowie die wenige Meter von der Glienicker Brücke entfernte Villa Schöningen. In deren Nähe, am Jungfernsee, lassen sich Bild–Chefredakteur Kai Diekmann und seine Frau, die Autorin Katja Kessler, zurzeit ein Haus herrichten.

Am anderen Ende des Jungfernsees kaufte bereits vor einiger Zeit die Schauspielerin Nadja Uhl mit drei Freunden die Villa Gutmann. Einziehen konnte sie mit ihrem Lebensgefährten und ihrer Tochter bislang nicht. Das denkmalgeschützte Haus an der Bertinistraße stand jahrelang leer, ist stark sanierungsbedürftig. Das sei eine Lebensaufgabe, sagte Nadja Uhl in einem Interview. Sie plant, aus der Villa ein Mehrgenerationenhaus zu machen, in das auch ihre Eltern einziehen sollen. Genug Platz ist vorhanden: Die Villa verfügt über 2600 Quadratmeter Wohnfläche. Berühmt ist sie für einen Saal mit aufwendigen arabischen Ornamenten, einen Festsaal im Neobarock und eine Turnhalle im Art-déco-Stil. Die Sanierungsarbeiten werden Uhl mehrere Millionen Euro kosten. 

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