Der Tagesspiegel : Baden: Beim Schwimmen im See ist alles okay

Gute Nachrichten zur Ferienzeit hatte gestern Gesundheitsminister Alwin Ziel zu vermelden: Fast alle Brandenburger Seen sind gesundheitlich unbedenklich. Von rund 500 Badestellen wurden in der diesjährigen von Mitte Mai bis Mitte September dauernden Saison bislang nur vier gesperrt, teilte der SPD-Politiker gestern in Potsdam mit. Im vergangenen Jahr gab es noch 15 Badeverbote. Gründe für die vorübergehenden Badeverbote sind die Überschreitung der Grenzwerte beispielsweise bei Salmonellen und Fäkalien, hoher Blaualgenbefall und eine Sichttiefe von weniger als einem Meter.

Badestellen von überregionaler Bedeutung werden alle zwei Wochen, lokale Gewässer alle vier Wochen von Experten unter die Lupe genommen, wie Ziel weiter mitteilte. Bei warmem und sonnenreichem Wetter könne in nährstoffreichem Gewässer eine verstärkte Blaualgenbildung auftreten. Dies könne zu Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautreizungen oder allergischen Reaktionen besonders bei Kleinkindern führen. Während an 14 Gewässern Brandenburgs im Vorjahr vorübergehende Badeverbote ausgesprochen wurden, ist der Rangsdorfer See in Teltow-Fläming noch immer gesperrt. Grund ist eine Sichttiefe von nur 20 Zentimetern durch hohe Algenkonzentration, die Rettungsmaßnahmen erschwere. Der Algenbefall wird durch reiche Vorkommen an den Nährstoffen Phosphat und Stickstoff verursacht. Darüber hinaus waren in diesem Jahr der Stolzenhagener See im Kreis Barnim vom 14. bis 25. Juni und der Klostersee in Potsdam-Mittelmark an zwei Badestellen vom 26. Juni bis 4. Juli gesperrt.

Das Gesundheitsministerium verweist aber darauf, dass sich die Lage an Badestellen und Seen durch Wind- und Witterungsverhältnissen schnell ändern kann. Badegäste sollten daher selber auf verstärkte Algenbildung achten. Bei einer intensiven Grünfärbung oder schwimmenden Algenteppichen sollte auf das Baden verzichtet werden. Als Faustregel gilt: Im knietiefen Wasser müssen die Füße noch zu sehen sein.

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