Badminton : China gewinnt Mixed-WM

Chinas Badminton-Team ist erneut Mixed-Weltmeister. Die Chinesen setzten sich im Finale in Glasgow gegen Indonesien durch, das bereits 2005 im Endspiel den Kürzeren zog.

GlasgowChina hat zum sechsten Mal die WM für gemischte Badminton-Mannschaften gewonnen. In einer Neuauflage des Endspiels von Peking 2005 setzten sich die Chinesen in Glasgow gegen Indonesien mit 3:0 durch. In der Vorschlussrunde hatte China Südkorea mit 3:0 ausgeschaltet. Indonesien hatte im anderen Halbfinale England mit 3:2 bezwungen.

Die deutsche Nationalmannschaft beendete das Turnier mit einem souveränen 3:0 gegen die Niederlande und belegte damit wie 2005 den 13. Platz. Gegen die Niederländer punkteten das Mixed mit Kristof Hopp und Birgit Overzier sowie im Herreneinzel Marc Zwiebler. Sehr schwer tat sich die Weltranglisten-Fünfte Xu Huaiwen bei ihrem 17:21, 22:20, 21:17 über Judith Meulendijks.

"Nicht in allen Disziplinen so gut besetzt"

"Das Abschneiden entspricht unseren Erwartungen", sagte Martin Kranitz, der Sportdirektor des Deutschen Badminton Verbandes (DBV). Schon nach dem 1:4 im ersten Gruppenspiel gegen Taiwan war die Chance zum Aufstieg in die Gruppe der acht weltbesten Mannschaften der Welt vertan. "Wir sind nicht in allen Disziplinen so gut besetzt, als dass wir in der Gruppe der besten Mannschaften mitspielen können", ergänzte Kranitz.

Insbesondere kleinere asiatische Länder wie Singapur oder Hongkong würden viel Geld in die Entwicklung des Sportes investieren. Kranitz: "Da müssen wir uns anstrengen, überhaupt wettbewerbsfähig zu bleiben." Für die besten deutschen Spieler geht es in den kommenden Wochen darum, bei Turnieren der "Super Series" in Thailand, China sowie auf den Philippinen Punkte für die Olympia-Qualifikation zu sammeln.

Neben der WM für gemischte Teams gibt es im Badminton noch eine Mannschaft-WM, bei der Männer und Frauen getrennt voneinander spielen.