Basketball : Alba Berlin stürmt ins Halbfinale

Auch im dritten Spiel gegen die Eisbären aus Bremerhaven konnte sich das Hauptstadt-Team durchsetzen - und stellt damit seinen guten Namen wieder her. In der letzten Saison war Alba sehr früh ausgeschieden.

Frankfurt/MainAlba Berlin hat als erstes Team das Playoff-Halbfinale in der Basketball-Bundesliga erreicht. Der Hauptrundensieger gewann am Dienstagabend auch die dritte Partie gegen die Eisbären Bremerhaven deutlich mit 95:73 (55:33) und rehabilitierte sich damit eindrucksvoll für das frühe Ausscheiden in der vergangenen Saison. Vor einem Jahr war der siebenmalige Meister im Viertelfinale mit 0:3 an den Artland Dragons Quakenbrück gescheitert. Der Vizemeister muss seinerseits um das Weiterkommen zittern. Artland verlor Spiel drei in eigener Halle gegen die Telekom Baskets Bonn 76:77 (43:36) und liegt nun in der "Best-of-Five"-Serie 1:2 zurück.

Die Berliner hatten wie schon im ersten Heimspiel keine Mühe mit dem Tabellenachten der Hauptsaison. Zwischenzeitlich sah es sogar erneut nach einem Debakel für die Norddeutschen aus, die im ersten Duell mit 105:65 deklassiert worden waren. Bereits zur Pause hatte Alba das Weiterkommen praktisch gesichert und ging mit einem 22-Punkte-Vorsprung in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel ließen es die Gastgeber, die in Immanuel McElroy (23 Punkte) ihren besten Werfer hatten, aber etwas ruhiger angehen. "Das sah leichter aus, als es war. Aber wir sind natürlich froh, dass wir so schnell durch sind", sagte Alba-Kapitän Patrick Femerling. Bei Bremerhaven kam Brian Brown auf 20 Zähler.

Bonn geht in Quakenbrück in Führung

In Quakenbrück lag Artland zur Pause (43:36) noch auf Kurs. Vor 3000 Zuschauern in der ausverkauften Artland Arena kämpfte sich Bonn - angetrieben vom überragenden John Bowler (21 Punkte) - nach dem Seitenwechsel aber zurück in die Partie. In der turbulenten Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst brachte Winsome Frazier die Gäste mit einem Dreier 75:74 in Front, dann sorgte Leon Rodgers vier Sekunden vor dem Ende mit einem Korbleger scheinbar für den zweiten Artland-Sieg. Doch mit der Schlusssirene wendete Miah Davis die Partie erneut und brachte Bonn in der Serie mit 2:1 in Führung. "Ich bin natürlich überglücklich. Wir sind aber noch nicht durch. Das vierte Spiel wird wieder ein ganz schwerer Gang", sagte Bonns Trainer Michael Koch.

Am Montag hatten die Bayer Giants Leverkusen gegen die Skyliners Frankfurt ihren zweiten Sieg gefeiert. In einer bis zum Schluss engen Begegnung war Brant Bailey (25) bester Werfer bei den Giants. Für die Frankfurter traf der ehemalige Leverkusener Derrick Allen (21) am häufigsten. Meister Brose Baskets Bamberg steht an diesem Mittwoch (20.45 Uhr) mit dem Rücken zur Wand. Nach bislang zwei Niederlagen müssen die Franken gegen die Baskets Oldenburg unbedingt gewinnen, um ein vorzeitiges Ausscheiden zu vermeiden. (mpr/dpa)