Basketball : Gießen darf weiter in der Bundesliga mitspielen

Die Gießen 46ers bleiben in der Basketball-Bundesliga - müssen allerdings weiter strenge Auflagen erfüllen. Eine Insolvenz ist nach Auskunft des neuen Geschäftsführers Syring abgewendet.

Gießen
Gießen bleibt in der Basketball-Eliteklasse. -Foto: dpa

GießenAufatmen bei den Gießen 46ers: Das Gründungsmitglied der Basketball-Bundesliga (BBL) wird auch in Zukunft in der deutschen Elite-Klasse spielen. Nach intensiver Prüfung verzichtete der Lizenzliga-Ausschuss der BBL darauf, den Hessen die vor Saisonbeginn lediglich unter Auflagen erteilte Spielgenehmigung wieder zu entziehen. Den Gießenern wurde ein Verstoß gegen die Lizenzierungs-Unterlagen vorgeworfen. Allerdings müssen die 46er, die nach Angaben ihres neuen Geschäftsführers Christoph Syring inzwischen eine drohende Insolvenz abgewendet haben, weiter strenge Auflagen erfüllen.

So ist der Klub verpflichtet, beim BBL-Gutachterausschuss ein monatlich aktualisiertes wirtschaftliches Ergebnis und einen Finanzplan einzureichen. Zudem darf der Traditionsklub ohne Zustimmung der Liga-Führung keine Nachverpflichtungen tätigen. "Die Auflagen akzeptieren wir selbstverständlich", sagte Syring. Der 43-Jährige zeigte sich sehr erfreut über die Entscheidung der BBL und entschuldigte sich noch einmal für den Imageschaden, den der Verein der gesamten Liga zugefügt habe. "Wir werden unser Bestes geben, diesen Schaden durch ab jetzt positive Meldungen so gut es geht zu beheben."

Von Gelb auf Grün

Die Entscheidung der BBL hatte zuletzt länger als vermutet auf sich warten lassen. Noch am Dienstag waren Vertreter des Gutachterausschusses nach Gießen gereist, um letzte Gespräche mit den Verantwortlichen zu führen. Die Liga-Führung wollte auf jeden Fall verhindern, dass die 46ers im Laufe der Saison erneut in finanzielle Turbulenzen geraten. "Nach den uns nun vorliegenden Erkenntnissen ist dies gewährleistet, so dass wir die Ampel von Gelb auf Grün schalten konnten", erklärte der Vorsitzende des Lizenzliga-Ausschusses, Wolfgang Kram. Allerdings müsse der eingeschlagene Konsolidierungsprozess unter allen Umständen fortgesetzt werden.

Zum Retter des Traditions-Standortes Gießen avancierte der neue Geschäftsführer Syring. Der Sanierungsexperte hatte bei seinem Amtsantritt Mitte September von einer "existenzbedrohenden Situation" gesprochen. Innerhalb eines Monats gelang es ihm, ein rund 400.000 Euro schweres Sanierungspaket zu schnüren, durch das die drohende Insolvenz abgewendet werden konnte. (jvo/dpa)