Basketball-Meisterschaft : Bamberg wieder im Rennen

Die Brose Baskets Bamberg haben sich im Rennen um die deutsche Basketball-Meisterschaft zurückgemeldet. Das Team gewann das zweite Finale bei den Artland Dragons Quakenbrück.

Michael Rossmann[dpa]
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Die Brose Baskets Bamberg kämpfen um die Meisterschaft.Foto: dpa

QuakenbrückDie Brose Baskets Bamberg haben sich im Rennen um die deutsche Basketball-Meisterschaft zurückgemeldet und den Heimvorteil zurückgeholt. Das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann gewann das zweite Finale bei den Artland Dragons Quakenbrück mit 77:74 (37:42) und glich in der Endspielserie "best of five" zum 1:1 aus. Die erste Partie hatten die Franken in eigener Halle mit 69:70 verloren. Spiel drei findet am Sonntag (17.15 Uhr/ Premiere) in Bamberg statt. Beste Werfer vor 3000 Zuschauern in der ausverkauften Artland-Arena waren Darren Fenn (19) für Bamberg und Bryan Bailey (25) für die Dragons, die erstmals ein Playoff-Heimspiel verloren.

Den Ausfall ihres puertoricanischen Spielmachers Filiberto Rivera, der sich in Spiel eins einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen hatte, konnten die Niedersachsen lange Zeit mit einer tollen Teamleistung kompensieren. Ausgerechnet Rivera-"Ersatz" Bailey hielt den zunächst verunsicherten Final-Neuling in der nervösen Anfangsphase im Spiel und erzielte allein 11 der 19 Punkte im ersten Viertel (19:19), in dem die stark gestarteten Bamberger leichtfertig einen 19:9-Vorsprung verspielten.

Hoch motivierte Dragons

Im zweiten Viertel ließen die hoch motivierten Dragons, die in Playoff-Spielen noch kein Heimspiel verloren hatten, mit ständig wechselnden Verteidigungs-Systemen die Bamberger nicht zu ihrem Rhythmus finden. Während die anfangs schwache Wurfquote der Niedersachsen von 30 auf 50 Prozent anstieg, sank die Trefferquote der Franken durch schlechte Wurf-Wahl von 66 Prozent bis zur Pause auf 41 Prozent.

Nach dem Wechsel intensivierten die zum fünften Mal in einem Meisterschafts-Finale stehenden Franken mit dem Risiko wachsender Foulbelastung ihre Defensive und trafen auch wieder besser. Nachdem die Dragons vor allem dank Bailey und Lamont McIntosh auf 47:39 (23.) davongezogen waren, war es Vincent Yarbrough, der die "Bauermänner" auf 49:48 (27.) heranbrachte. Kurz darauf kassierte er allerdings sein 4. Foul. Mit dem dritten "Dreier" von "Joker" Jan Rohdewald und Freiwürfen von Darius Hall zogen die Dragons auf 55:48 davon. Doch die Bamberger konterten mit drei "Dreiern" durch Casey Jacobsen und Steffen Hamann, die sie zu Beginn des Schlussviertels mit 57:55 in Führung gehen ließen.

In der spannenden Schlussphase kochten die Emotionen hoch. Nach einer Rangelei mit Tommy Smith kassierte Bambergs Daren Fenn wie Smith sein 4. Foul, was Fenn nicht daran hinderte, mit fünf Punkten in Serie die Franken in der 36. Minute mit 65:62 in Führung zu bringen, die sie bis zum Spielende über die Zeit brachten. Als Fenn kurz vor Schluss sich sein 5. Foul einhandelte, war er mit 19 Punkten Topscorer vor Yarbrough (18) und Jacobsen (14). K'Zell Wesson (11) und Hamann (10) trafen für Bamberg noch zweistellig, was bei den Dragons außer Bailey noch McIntosh (13) und Hall (10) gelang.