Baumarktkette : Hornbachs Margen sinken

Mehr Umsatz und weniger Gewinn ist die Bilanz des ersten Quartals für die Baumarktkette Hornbach. Grund seien unter anderem Kosten für Markteröffnungen und fehlende Einmal-Effekte.

Hornbach
Hornbach machte mehr Umsatz, verdiente aber weniger im ersten Quartal 2007. -Foto: ddp

Bornheim/NeustadtDer Bau- und Gartenmarktkonzern Hornbach hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2007/08 (28. Februar) mehr Umsatz und weniger Gewinn gemacht. Von März bis Mai stiegen die Konzernerlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,2 Prozent auf 732,7 Millionen Euro, wie die Hornbach Holding AG in Bornheim bei Landau mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank Hornbach zufolge wegen nicht-operativer Sonderbelastungen im Immobiliensegment von 7,8 Millionen Euro um 16,2 Prozent auf 38,8 Millionen Euro. Der Konzerngewinn des deutschen Branchenvierten ging um 4,9 Prozent auf 21,4 Millionen Euro zurück. Die Mitarbeiterzahl stieg um 4,2 Prozent auf 12.587.

"Operativ hat sich die Hornbach-Gruppe im Kerngeschäft Einzelhandel sehr erfreulich entwickelt", sagte der Vorstandschef der Holding, Albrecht Hornbach. Auf vergleichbarer Verkaufsfläche habe das Umsatzplus 4,6 Prozent betragen. Damit wachse der Konzern erneut schneller als die Branche. Zum Ergebnisrückgang hieß es, im Vorjahr hätten Veräußerungsgewinne von 6,0 Millionen Euro zu Buche geschlagen, die es nun nicht gegeben habe. Stattdessen seien außerplanmäßige Abschreibungen und Verluste aus einem nicht weiter entwickelten Investitionsprojekt sowie Kosten für drei Markt-Eröffnungen von 3,3 Millionen Euro angefallen. Ohne diese Sondereffekte ergebe sich ein überproportionaler Ergebnisanstieg.

Die Holding umfasst die Sparten Baumärkte, Baustoffhandel und Immobilien. Im Geschäftsjahr 2007/08 soll noch ein Markt in Tschechien eröffnet werden, die Zahl der Märkte steigt damit auf 125. Für 2008/09 sind neun weitere Märkte im In- und Ausland geplant. Hornbach erwartet für das Gesamtjahr Umsatzsteigerungen "im mittleren einstelligen Prozentbereich" (2006/07: 2,5 Milliarden Euro). Das Ergebnis werde das Niveau des Vorjahres voraussichtlich nicht erreichen. 2006/07 hatte das Ebit 119 Millionen Euro betragen.