Baustoffe : HeidelbergCement trennt sich von Maxit

Im Zuge der Neuausrichtung des Unternehmens verkauft die HeidelbergCement ihre Baustofftochter Maxit. Mit dem Geld soll der britische Konkurrent Hanson geschluckt werden.

HeidelbergCement
HeidelbergCement richtet seine geschäftlichen Aktivitäten neu aus. -Foto: ddp

HeidelbergDeutschlands größter Zementhersteller HeidelbergCement treibt mit Nachdruck seinen Konzernumbau voran: Für 2,1 Milliarden Euro wird die Baustofftochter Maxit an den französischen Baukonzern Saint Gobain verkauft. Mit der Trennung konzentriert sich HeidelbergCement künftig auf sein Kerngeschäft Zement und Zuschlagstoffe, erklärte Vorstandschef Bernd Scheifele die neue Strategie des weltweit viertgrößten Zementherstellers. Der Verkaufserlös soll zur Finanzierung der milliardenschweren Übernahme des britischen Konkurrenten Hanson verwendet werden.

Die Wettbewerbsbehörden müssen der Veräußerung noch zustimmen. Bis zum Jahresende soll die Trennung laut Scheifele abgeschlossen sein. Der Vorstandschef hatte zuletzt auch noch einen Börsengang von Maxit in Erwägung gezogen. Das Unternehmen mit Sitz in Schweden gilt als führender Hersteller von Trockenmörtel in Europa. Mit 5130 Mitarbeitern wurde im Jahr 2006 ein Umsatz von 1,2 Milliarden Euro erzielt.

Neue Strategie spricht gegen Maxit

Maxit sei ein profitables und innovatives Unternehmen, passe aber nicht mehr zur Neuausrichtung von HeidelbergCement, erklärte der Vorstandschef. Die Börse reagierte positiv auf die Nachricht, die Aktien des im MDax notierten Unternehmen kletterten im Tagesverlauf um 2,2 Prozent auf 105,65 Euro.

Das vom schwäbischen Milliardär und Pharmaunternehmer Adolf Merckle kontrollierte Unternehmen steht kurz vor der Übernahme des britischen Baustoffherstellers Hanson. Bis zu 14 Milliarden Euro muss HeidelbergCement für die Transaktion aufbringen. Vorstandschef Scheifele verspricht sich von dem Zusammenschluss, Weltmarktführer bei Zuschlagstoffen zu werden. Darunter fällt das Geschäft mit Kies, Sand, Asphalt, Fertigbeton und Zementprodukten. Für die neue Konzernstrategie hatte sich HeidelbergCement zuletzt auch von seiner Minderheitsbeteiligung an dem französischen Zementhersteller Vicat für 1,4 Milliarden Euro getrennt. (mit dpa)