Bayern : Streit um Rauchverbot in Wiesn-Zelten

Die CSU im bayerischen Landtag plant ein umfassendes Rauchverbot, das auch in Oktoberfest-Zelten gelten soll. Damit stößt die Partei auf Widerstand - auch in der Münchner CSU.

Wiesn Rauchen
2007 durfte in den Oktoberfest-Zelten noch geraucht werden. -Foto: ddp

MünchenDie CSU-Stadträte sehen darin eine Gefahr für die Sicherheit und beantragten eine "dringliche Behandlung" in der Stadtratssitzung am 7. November. Auch die Wiesn-Wirte hätten erhebliche Vorbehalte geäußert, erläuterte die Stadtratsfraktion und stellte sich gegen die Pläne der Landtags-CSU.

"Während die Gäste in "normalen" Lokalen zum Rauchen vor die Tür gehen können, ist diese Möglichkeit in den Wiesn-Zelten unwahrscheinlich, bei geschlossenen Zelten sogar unmöglich", heißt es in dem Antrag der CSU-Stadträte. "Genauso illusorisch ist es zu glauben, dass sich die Gäste durchgehend an ein Rauchverbot halten werden." Damit seien Konflikte programmiert, die insbesondere unter Alkoholeinwirkung eskalieren könnten.

Die CSU-Landtagsfraktion hatte am Mittwoch überraschend den Nichtraucherschutz in Bayern drastisch verschärft und die geplanten Ausnahmeregelungen für Wirtshäuser und Bierzelte gekippt. Damit soll das Oktoberfest vom kommenden Jahr an erstmals in seiner fast 200- jährigen Geschichte rauchfrei sein. Die Wirte sind bereits dagegen auf die Barrikaden gegangen. (mit dpa)