Bayern : Umfrage sieht CSU bei 58 Prozent

Die CSU freut sich über ein Umfrageergebnis, das die bayerische Staatspartei bei fast beim Ergebnis der letzten Wahl sieht.

Stoiber
Fühlt sich bestätigt: CSU-Chef und Ministerpräsident Edmund Stoiber. -Foto: ddp

MünchenDie CSU nähert sich offenbar in der Wählergunst wieder der 60-Prozent-Marke. CSU-Chef Edmund Stoiber berichtete vor einer Sitzung des Parteivorstands von einer neuen Umfrage des dimap-Instituts, derzufolge die CSU derzeit bei einer Landtagswahl auf 58 Prozent der Stimmen käme. Der scheidende Ministerpräsident betonte: "Ich glaube, dass das auch ein durchaus gutes Testat ist für meine Regierungszeit." Zugleich bedeute das Ergebnis einen "tollen Ausblick" für die nächsten Monate und das Wahljahr 2008.

Die Umfrage ergab nach CSU-Angaben ferner, dass die SPD in Bayern gegenwärtig bei 18 Prozent liegt. Die Grünen würden demnach elf Prozent bekommen, wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre. Die FDP käme auf vier Prozent. Befragt wurden rund 1000 Bürger in der Zeit vom 13. bis zum 19. Juli.

Stoiber: Trotz Reformen beliebt

Stoiber verwies darauf, dass die CSU bei der Landtagswahl 2003 ein Ergebnis von 60,7 Prozent erzielt hatte. Danach habe seine Regierung eine Reihe von Reformen eingeleitet, die "zunächst auch auf Widerstand gestoßen sind". Wenn nun ein Jahr vor der nächsten Landtagswahl "signalisiert" werde, dass die CSU fast wieder bei 60 Prozent liege, "dann kann man nur sagen, dass das ein hervorragendes Ergebnis ist".

Der designierte Regierungschef Günther Beckstein (CSU) betonte, die Umfrage belege eine "stabile Situation" der CSU. Das Ergebnis zeige, dass der geplante Übergang des Ministerpräsidenten-Amtes auf ihn nicht zu einem deutlichen Einbruch geführt habe, sondern von den Bürgern wohl akzeptiert werde - "von manchen sogar ausdrücklich gebilligt".

Der bayerische Wirtschaftsminister und Kandidat für den CSU-Vorsitz, Erwin Huber, sprach von einem "sehr erfreulichen" Umfragewert. Das Ergebnis bestätige auch, dass der personelle Übergang die Handlungsfähigkeit der CSU nicht beeinträchtige. Vielmehr gebe die Bevölkerung der neuen Führung die Chance, "die Arbeit in Bayern mit einer klaren Mehrheit fortzusetzen". (mit ddp)