Der Tagesspiegel : Bei Kürzung öffentlicher Gelder drohen Geisterstädte Wohnungsunternehmen fordern weiter Unterstützung bei Umbau

-

Potsdam. Der Verband BerlinBrandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) hat vor katastrophalen Folgen bei einer Kürzung öffentlichen Gelder für die Wohnungssanierung und Städtebauförderung gewarnt. Würden die zur Verfügung stehenden Mittel von 64 Millionen Euro deutlich reduziert, konsolidiere sich das Land zu Lasten des äußeren Entwicklungsraumes, sagte BBU-Vorstand Ludwig Burkhardt am Freitag in Potsdam.

Der Stadtumbau finde aber in den Randregionen statt. Dort entstünden bei zunehmendem Leerstand „Geisterstädte“. Nach den neuesten Prognosen über einen unverminderten Rückgang der Brandenburger Bevölkerung ist laut Burkhardt mit einer Verschärfung der Situation zu rechnen.

Bei einer Einsparung der als Kredit zu vergebenden Mittel 2004 würden auch Gelder der Unternehmen in Höhe von rund 30 Millionen wegfallen. Dies wiederum bekomme die regionale Wirtschaft zu spüren. Für den notwendigen und geplanten Abriss leer stehender Gebäude sei die Bereitstellung alternativer Wohnungen wichtig, denn in der Regel seien die zum Abriss anstehenden Häuser nicht völlig entmietet.

Wenn Wohnungen nicht mehr modernisiert würden, könnten auch keine Mieter mehr umgesetzt werden. Die Eigenfinanzierung notwendiger Maßnahmen aus den Mieten ist nach Burkhardts Darstellung kaum möglich. Zudem hätten sich die privaten Banken weitgehend aus der Finanzierung des ostdeutschen Wohnungsbaus zurückgezogen. Von den 150 000 leer stehenden Wohnungen liegen laut BBU rund 120 000 im äußeren Entwicklungsraum. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben