Bekleidung : Levi Strauss liebäugelt wieder mit der Börse

Nach Jahren der Krise kann sich der Jeanshersteller Levi Strauss über eine nachhaltige Konsolidierung freuen. Das Unternehmen profitiert von dem Trend zu Markenprodukten. Auch ein Börsengang rückt näher.

Levis Foto: ddp
Erfinder der Jeans: Levi Strauss hat sich wieder erholt. -Foto: ddp

San FranciscoDer amerikanische Jeans-Hersteller Levi Strauss & Co. hat im zweiten Quartal und in den ersten sechs Monaten des laufendend Geschäftsjahres 2006/2007 Gewinn und Umsatz erhöht. "Besonders erfreut" zeigte sich Konzernchef John Anderson "über den Fortschritt in Europa". Der Wachstumstrend gehe weiter, betonte er.

Vor allem Premium-Produkte kämen bei den Verbrauchern gut an. Nordamerika, der größte Markt, zeige eine gute Umsatzentwicklung. Es bleibe aber noch mehr in Japan, Korea und bei der "Signature"-Marke in den USA zu tun. Signature ist eine Jeans-Marke, die billiger als reguläre Levi-Jeans verkauft werden. Das solide erste Halbjahr habe das Unternehmen auf den Weg zu einem guten Jahr gebracht, versicherte Anderson.

Seit den Achtzigern nicht mehr an der Börse

Die nunmehr seit fast zwei Jahren andauernde Erholung bei dem zuvor fast ein Jahrzehnt auf Talfahrt befindlichen traditionsreichen Bekleidungskonzern könnte nach Ansicht von Marktkennern einen Börsengang von Levi Strauss ermöglichen. Das Unternehmen ist seit Mitte der achtziger Jahre nicht mehr an der Börse notiert. Levi Strauss äußerte sich nicht zu diesen Wall-Street-Spekulationen.

Der Konzern mit Sitz in San Francisco hat den Umsatz in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf 2,0 Milliarden Dollar (1,5 Mrd Euro) erhöht gegenüber 1,9 Milliarden Dollar in der entsprechenden Vorjahreszeit. Die Gesellschaft verdiente in dem am 27. Mai beendeten Zeitraum 132,4 (Vorjahresvergleichszeit: 94,0) Millionen Dollar. Der Quartalsumsatz erhöhte sich um sechs Prozent auf 1,0 Milliarden Dollar und der -gewinn um 14 Prozent auf 45,7 Millionen Dollar. (mit dpa)