Der Tagesspiegel : Berlin: Die alten Keller könnten verschwinden

Zukunft der historischen Fundamente auf dem Schlossplatz ist ungewiss

Berlin - Bei den Ausgrabungen am Schlossplatz haben Archäologen Teile der historischen Fundamente des Stadtschlosses freigelegt. Ob sie aber auch in den Neubau des Humboldt-Forums einbezogen werden, ist unklar. Der jetzt gestartete Architektenwettbewerb überlässt die Entscheidung, ob die Fundamente und Kellerreste erhalten bleiben, den Ergebnissen des Wettbewerbs, erklärte eine Sprecherin des Bundesbauministeriums. Aus Sicht der Denkmalschützer ist das in Ordnung. „Wir haben die Mauern freigelegt, alles ist dokumentiert“, erklärt die Sprecherin der Stadtentwicklungsverwaltung, Manuela Damianakis. Danach könnten die archäologischen Reste wieder zugeschüttet werden.

Unterdessen gibt es neue Kritik an der Spendenpraxis des Fördervereins Berliner Schloss. Der Architekt Philipp Oswalt, Sprecher der schlosskritischen Gruppe „Urban Catalysts“, erklärte am Mittwoch, die barocke Schlossfassade werde statt der veranschlagten 80 Millionen Euro insgesamt 140 Millionen Euro kosten. Schon jetzt ergebe sich daraus eine Finanzierungslücke von 60 Millionen Euro. Baukostensteigerungen und der Aufwand durch die Spendenakquise aber verteuerten die Fassade. Der Schloss-Förderverein wies diese Berechnung als unseriös zurück. Geschäftsführer Wilhelm von Boddien verwies auf das Spendensiegel, das dem Verein am Mittwoch verliehen worden ist. oew

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