Berlin : Grabungsfunde von der Seidenstraße werden ausgestellt

Eine Ausstellung mit Grabungsfunden aus China wird ab morgigen Samstag im Berliner Martin-Gropius-Bau gezeigt. Die 190 Exponate verlassen zum ersten Mal ihren Fundort Xinjiang im Nordwesten des Landes.

Seidenstraße
Auch dieser Reif aus Bronze, gefunden auf einem Gräberfeld, ist Teil der Schau. -Foto: ddp

Berlin"Diese sensationelle Schau ist in Europa eine Premiere", sagte der Direktor Gereon Sievernich. Das älteste Objekt der Ausstellung "Ursprünge der Seidenstraße" ist Sievernich zufolge rund 4200 Jahre alt.

Zu sehen sind zum Teil ausgezeichnet erhaltene Krüge, Bekleidungsstücke, Grabbeigaben sowie kunstvoll gefertigte Schmuckstücke und Jagdwerkzeuge, die einen Einblick in die damaligen Lebensformen der Menschen entlang des südlichen und nördlichen Verlaufs der Seidenstraße rund um das Tarimbecken geben. Als Attraktionen der Ausstellung kündigte Sievernich unter anderem einen mumifizierten Säuglingsleichnam und eine goldene Totenmaske an.

Museumsdirektor: "Wie Ausgrabungsstücke in Pompeji"

Die Initiatoren dieser deutsch-chinesischen Kooperation sind Sievernich zufolge Mitarbeiter des Mannheimer Museums und der Eurasienabteilung des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin. Gefördert wird die Ausstellung durch die Kulturstiftung des Bundes.

Die Ausstellung im Gropius-Bau endet am 14. Januar 2008. Danach ist sie in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim zu sehen, bevor sie nach Chicago reist. Der Mannheimer Museumsdirektor Alfried Wieczorek äußerte große Freude darüber, dass die "aufregenden Funde" erstmals in Deutschland zu sehen sind: "Die besondere Qualität der Exponate und die einzigartig erhaltenen Farben erinnern an die Ausgrabungsstücke in Pompeji."

Der Eintritt in die Ausstellung im Gropius-Bau kostet sieben Euro, ermäßigt fünf Euro. Geöffnet ist die Ausstellung täglich (außer dienstags) von 10 bis 20 Uhr. (mit ddp)