Berlin :   UNTERM  ADLER  

Thorsten Metzner über eine empfindliche Johanna Wanka

So richtig hat sich Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) noch nicht an seine neue Stellvertreterin gewöhnt, CDU-Landeschefin und Forschungsministerin Johanna Wanka. Sie sei, klagte er kürzlich einem Vertrauten, zu empfindlich. Ärger hat Wanka mit dem Wissenschaftsausschuss, der eine Anhörung zur „Erinnerungskultur für die Zeit 1933 bis 1990“ angesetzt hat. Wanka lässt das Konzept im Internet diskutieren. Trotzdem beschied sie dem Ausschuss, dass niemand aus ihrem Haus teilnehmen wird – weil die Vorlage noch nicht im Kabinett war. „Namens des Ausschusses“, antwortete die Vorsitzende Martina Münch (SPD) kühl, lege sie „allergrößten Wert“ auf die „persönliche Anwesenheit“ der Ministerin. „Dies war bisher gute Praxis und sollte … nicht aufgekündigt werden.“ Münch war noch diplomatisch: Nach der Geschäftsordnung kann der Ausschuss die Anwesenheit „eines jeden Mitglieds der Landesregierung verlangen“. Mal sehen, was passiert.

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