Berlin : 1. September 1977

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Vor 25 Jahren berichteten wir:

BERLINER CHRONIK

Illegal errichtete Einfamilienhäuser in der Kleingartensiedlung an der Rudower Höhe müssen jetzt abgerissen werden, falls ein Urteil der Baurechtskammer des Verwaltungsgerichts rechtskräftig wird. Einer der Hausbesitzer hatte gegen eine Abrißverfügung des Neuköllner Bauamtes geklagt. Er hatte keinen Erfolg, obwohl - so das Gericht - „die Behörde selbst durch ihr jahrelanges Stillhalten den Kläger und andere Betroffene zu illegalen Baumaßnahmen veranlaßt hat". Im Flächennutzungsplan ist das Gebiet nahe der Sektorengrenze als Dauerkleingartengelände ausgewiesen. Etwa 1967 begannen Parzellenbesitzer, über die zulässigen Lauben von 20 Quadratmeter Grundfläche hinaus massive Bauten mit über doppelt so großer Grundfläche zu errichten. Teilweise entstanden Keller und ausgebaute Dachgeschosse. Die angekündigten „entsprechenden Schritte" des Bauamtes blieben jedoch zunächst aus. Von Ende 1974 an fanden dann die „Schwarzbauer" plötzlich Bußgeldbescheide in ihren Briefkästen. Sie beachteten sie nicht. Im Juni 1975 entschloß sich das Bauamt zu einer ersten Abrißverfügung.

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