Berlin : 10. Juli 1977

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BERLINER CHRONIK

Die noch gar nicht alte Diskussion um das Ziel, Wohnbereiche stärker vor dem Verkehr zu schützen, ist in Berlin um einen Schritt vorangekommen: Der Wirtschaftsenator als oberste Verkehrsbehörde hat sich an das Bundesverkehrsministerium mit der Bitte gewandt, ein neues fußgängerfreundliches Verkehrsschild aus der Taufe zu heben. Um den schon ausgefüllten Begriff Fußgängerzone zu vermeiden, soll es nach holländischem Vorbild etwa „geschützter Fußgängerbereich“ bedeuten, für Autofahrer Schrittgeschwindigkeit, Fußgänger haben Vorrang. Ferner plant man in Berlin jetzt drei Versuche, mit denen Straßen, ähnlich wie in westdeutschen Experimenten, „beruhigt“ werden sollen. Vom gegenwärtigen Schilder-Instrumentarium erwarten die Fachleute keine großen Erfolge bei der Verkehrsdämpfung, da Autofahrer sich nur an Lösungen halten, die ihnen unmittelbar einsichtig sind.

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