Berlin : 10. September 1977

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Vor 25 Jahren berichteten wir:

BERLINER CHRONIK

Wer in den letzten Tagen beobachtete, wie Hunderte von Staren sich beispielsweise im Süden der Stadt versammeln und in großen Schwärmen vor Sonnenuntergang kreisen, wird gedacht haben, sie sammelten sich zum Zug nach Süden. Ornithologen wissen es aber besser: Seit einigen Jahren ist der Star hier seßhaft geworden. Es gibt genügend Futter auf den Müllkippen und auf den Rieselfeldern, auch ist im Winter die Stadt warm genug, so daß den Vögeln gute Lebensbedingungen geboten werden. Nur Jungvögel ziehen zuweilen noch im Herbst weg. Dem alten Zug-Instinkt folgen alle Stare aber, sammeln sich, kreisen, suchen einen gemeinsamen Nachtplatz. Nach etwa 14 Tagen ist der Spuk vorbei, die Vögel verteilen sich wieder über die Stadt. So machen es auch die Krähen. Von 1953 bis 1975 sind in West-Berlin 254 Vogelarten nachgewiesen worden, von denen heute 106 Arten regelmäßig Brutvögel sind.

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