• 100 Aktivisten demonstrierten: Grundstücke in der Köpenicker Straße zwangsversteigert

100 Aktivisten demonstrierten : Grundstücke in der Köpenicker Straße zwangsversteigert

Vor dem Amtsgericht Mitte protestierten am Donnerstag Vormittag 100 Aktivisten gegen den Verkauf zweier Grundstücke in der Köpenicker Straße. Die Grundstücke sind zwangsversteigert worden. Wie es nun mit der Wagenburg weitergeht, ist unklar.

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Im Amtsgericht Mitte sind am Donnerstag Vormittag zwei unbebaute Grundstücke in der Köpenicker Straße versteigert worden. Laut dem Investor, der die Gebiete ersteigerte, soll das Hausprojekt "Köpi" nebenan bestehen bleiben, die Wagenburg auf dem einen Grundstück aber offenbar weichen müssen. Der Investor beruft sich auf eine Vereinbarung, die in der Vergangenheit mit den Linken getroffen worden war. Diese Vereinbarung war aber nicht notariell beglaubigt worden.

Die Zwangsversteigerung hatte etwa 100 Demonstranten auf den Plan gerufen. Unter dem Motto "Maximaler Ärger für keinen Gewinn" wollen die Aktivisten den Verkauf des Grundstücks und eine Bebauung verhindern. Die Polizei sperrte vorsorglich den Zugang zum Gericht. Drei Hundertschaften waren vor und im Gebäude im Einsatz.

Trotz der Vorkehrungen gelangten fünf Demonstranten in den Gerichtssaal. Sie warfen Konfetti in die Luft und unterbrachen die Veranstaltung mit Parolen wie "Köpi bleibt Risikokapital" und "Wer Köpi kauft, kauft schlaflose Nächte" für einige Sekunden. Anschließend zogen sie sich freiwillig aus dem Gerichtssaal zurück.

Die beiden Grundstücke in der Köpenicker Straße sind zusammen circa 10.000 Quadratmeter groß und haben einen Verkehrswert von über einer Million Euro. Sie werden zwangsversteigert, weil der bisherige Besitzer die Grundsteuer nicht gezahlt hat.

Potentielle Käufer müssen 50 Prozent des Verkehrswertes bieten, ansonsten ist ihr Gebot ungültig. Es gibt mehrere Interessenten für die beiden Grundstücke; sie zeigen sich aber verhalten: Es sind Probleme mit den Besetzern des Geländes zu erwarten, wenn es tatsächlich zum Kauf kommt. Bereits vergangene Woche waren linke Gruppen für den Erhalt der Wagenbau auf die Straße gegangen.

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