Berlin : 11. Oktober 1978

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Vor 25 Jahren half ein mobiler Putzdienst älteren Menschen beim Saubermachen

BERLINER CHRONIK

Mit einem „Putzmobil“ nimmt die Arbeiterwohlfahrt Kurs auf eine Marktlücke. Sie bietet Hilfe beim Hausputz an für ältere Bürger, die ihre Wohnung selbst nicht mehr ausreichend versorgen können, aber dennoch ihre Selbständigkeit einem Umzug in ein Heim vorziehen. Auch in den Seniorenwohnhäusern, wo jeder seinen eigenen kleinen Haushalt führt, sieht der Wohlfahrtsverband solchen Bedarf an Hilfe beim Saubermachen. Hauspflegerinnen, die dafür da sind, Pflegedienste zu leisten, können das Saubermachen einer Wohnung in der Regel nicht übernehmen. Den Weg, selbst eine Reinigungsfrau zu suchen und damit einen fremden Menschen in die Wohnung zu holen, scheuen viele alte Menschen. Es wird ein Fahrzeug angeschafft, in dem neun Personen samt Putzzubehör durch die Bezirke fahren können. Sieben Mitarbeiter sollen angestellt werden. Eine Putzstunde wird voraussichtlich etwa 15 Mark kosten. Hat ein Interessent nur geringe Einkünfte, springt die Sozialhilfe ein.

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