Berlin : 12. Dezember 1977

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Vor 25 Jahren berichteten wir:

BERLINER CHRONIK

Es soll sich auch finanziell lohnen, ein Pflegekind in eine Familie aufzunehmen. Unter diesem Leitgedanken wird zur Zeit ein sogenanntes Finanzpaket bei der Senatsverwaltung für Familie, Jugend und Sport erarbeitet. Ziel ist eine Ausweitung des Pflegestellenbereiches, womit eine Einsparung von (teureren) Heimplätzen verbunden wäre. Aber nicht nur der Finanzen wegen, sondern auch im Interesse vieler Jungen und Mädchen werden mehr Familien gesucht, die ein fremdes Kind bei sich aufnehmen würden. Das Entgelt wird sich wie bisher nach der Art der Pflegestelle richten: Ob es beispielsweise eine „Wochenpflege“ ist, in der eine berufstätige Mutter ihr Kind tagsüber versorgen läßt und am Wochenende nach Hause holt. Oder eine Pflegestelle für einen kurzfristigen Aufenthalt, bis sich die häuslichen Verhältnisse für ein Kind wieder geregelt haben. Für besonders wichtig hält die Senatsverwaltung die Pflegestellen für behinderte Kinder. Auch von den Betreuern behinderter Kinder wird künftig eine besondere Qualifikation erwartet. Sie kann nach den Maßstäben, die zur Zeit erarbeitet werden, sowohl in der Erfahrung mit Kindern wie in der Ausbildung bestehen.

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