Berlin : 12. Dezember 1980

Vor 25 Jahren berichteten wir über den Garski-Skandal

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Im Verlauf der Haushaltsdebatte im Abgeordnetenhaus nahm gestern der Regierende Bürgermeister Dietrich Stobbe zu den Finanzschwierigkeiten der Bautechnik KG des Architekten Dietrich Garski Stellung. Der Verlust der vom Land Berlin verbürgten 125 Millionen Mark würde die Stadt „in außergewöhnlichem Maße treffen“, erklärte Stobbe vor den Parlamentariern. Mitglieder der Belegschaft, die an der Erhaltung der rund 200 Arbeitsplätze und an einer Vollendung der drei Projekte im Nahen Osten interessiert sind, werfen dem Senat und der Berliner Bank vor, daß die Kredite und Bürgschaften noch zu einem Zeitpunkt gewährt wurden, als das Garski-Unternehmen kurz vor einem Konkurs gestanden habe. Der Landesbürgschaftsausschuß, in dem die Senatoren Wolfgang Lüder und Klaus Riebschläger sowie der Landeszentralbank-Präsident Hiss sitzen, teilte mit, daß das fristgemäß eingetroffene Sanierungskonzept für die Bautechnik, das offenbar auch auf eine Verringerung der Landesbürgschaft zielt, zur Zeit überprüft werde.

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