Berlin : 12. Februar 1982

Vor 25 Jahren wurde in Moabit über Eierwürfe auf US-Soldaten verhandelt

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Zwischenfälle auf dem Deutsch-Amerikanischen Volksfest vom 17. August 1980 während einer Übung des „US-Drill-Teams“ führten gestern zu einer Verhandlung vor einem Moabiter Schöffengericht. Drei Angeklagten im Alter zwischen 21 und 27 Jahren, darunter eine junge Frau, war vorgeworfen worden, aus Protest gegen die Politik der USA Flugblätter beleidigenden Inhalts verteilt und exerzierende Soldaten mit Farbeiern beworfen zu haben. Der sich anschließenden Festnahme hatten sie sich gewaltsam widersetzt und die Männer dabei beschimpft. Das Gericht verhängte Geldstrafen von 600 und 900 DM wegen Körperverletzung, Beleidigung und Verstoßes gegen eine alliierte Verordnung. Die Würfe mit den Farbeiern, die einem der Angeklagten zur Last gelegt wurden, wertete das Gericht als „feindseliges, achtungswidriges Verhalten“ gegenüber den Streitkräften im Sinne der alliierten Verordnung.

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