Berlin : 12. Juli 1980

Vor 25 Jahren berichteten wir über Probleme mit Blutkonserven

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Im Zusammenhang mit den Transfusionszwischenfällen vom Frühjahr ist jetzt ein vierter Patient gestorben. Bei dem 66jährigen Mann waren bei der Übertragung einer Blutkonserve Komplikationen aufgetreten. Der Kranke wurde seither wegen schwerer Störung der Nierenfunktionen intensiv behandelt. Im März und April sind insgesamt sechs Zwischenfälle nach Blutübertragungen bekanntgeworden. Bakteriologische Untersuchungen hatten daraufhin ergeben, daß beim Berliner Blutspendedienst zehn Blutkonserven (einschließlich der in den sechs diskutierten Fällen verwendeten) und 43 der für die Verträglichkeitsprüfung beigefügten Glasröhrchen bakteriell verunreinigt waren. Das seinerzeit praktizierte Abnahmeverfahren und Mängel bei der Desinfektion wurden von einer Sonderkommission dafür verantwortlich gemacht.

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