Berlin : 12. November 1981

Vor 25 Jahren berichteten wir über die Vergabe von Plätzen im Atombunker

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Die Polizei fahndet nach Verfassern von Flugblättern, die die Senatsinnenverwaltung für „mehr als einen üblen Scherz“ hält. Auf den Blättern wird über ein angebliches „Losverfahren“ zur Vergabe von Plätzen in einem atomsicheren Bunker berichtet. In den von einer „Deutschen Gesellschaft für atomare Maßnahmen“ bzw. einer „Treuhandgesellschaft für die Errichtung und Verteilung von Bunkerplätzen“ verfaßten Flugblättern wird behauptet, ein Teil der vorhandenen Bunkerplätze sei für „führende Persönlichkeiten“ vorbehalten, die restlichen Plätze würden verlost. Die Innenverwaltung rief gestern dazu auf, von Anrufen unter den auf den Flugzetteln abgedruckten Telefonnummern abzusehen, bei denen es sich neben Amtsnummern auch um Privatnummern handele. Hinter der Aktion stecke die Absicht, Unsicherheit zu verbreiten. Es werde ein gewissenloses Spiel mit der Angst der Menschen getrieben.

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