Berlin : 13 Banken überfallen: Elf Jahre Haft

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Er träumte von einer Karriere als ProfiEishockeyspieler. Doch mit einer Knieverletzung begann der Abstieg: Erik B. überfiel innerhalb von sechs Jahren 13 Bankfilialen in Berlin. Für diese spektakuläre Serie muss der „Motorradhelm-Räuber“ elf Jahre hinter Gitter. Das Landgericht ordnete an, dass der 28-Jährige zunächst in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden soll.

Der Angeklagte hatte die Überfälle ab März 1997 mit einer Beute von insgesamt mehr als 300000 Euro gestanden. Er trug stets eine Sturmhaube oder einen Motorradhelm. Im Laufe der Jahre rüstete er auf, besorgte sich eine scharfe Pistole, eine Maschinenpistole und mehrere Handgranaten. In drei Bankfilialen hatte er auch geschossen: zweimal auf Überwachungskameras, einmal durch eine Fensterscheibe. Der gebürtige Tscheche leide an einer schweren Persönlichkeitsstörung, hieß es im Urteil. Als für den Angeklagten, der einst in der Eishockey-Nationalmannschaft U-18 spielte, der Sport als Stütze weggebrochen war, habe er jeglichen Halt verloren. Erik B. gab im Prozess an, mit der Beute seinen Alkoholkonsum und seine Spielleidenschaft finanziert zu haben. K. G.

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