Berlin : 13-jähriger Autodieb gefasst

Junger Serientäter wurde ins Heim eingewiesen

Im Wochentakt wurde die Strafakte des Kindes dicker – nun hat das Jugendamt Adnan F. in ein Heim eingewiesen, weil die Mutter nicht mehr weiter wusste. Zweimal war er alleine in der vergangenen Woche nach Fahrzeugdiebstählen festgenommen worden. 68 Einträge umfasst die Akte des Jungen, der bei der Staatsanwaltschaft als sogenannter Intensivtäter geführt wird. Konsequenzen gab es für ihn zuvor keine.

Am Donnerstagabend raste der 13-Jährige auf der Flucht vor der Polizei mit einem gestohlenen Motorroller in Neukölln über den Gehweg. Mehrere Passanten konnten sich nur durch einen Sprung in Sicherheit bringen. Eine Zivilstreife hatte den Jungen, der als absolut aggressiv und renitent gilt, auf der Karl-Marx-Straße erkannt und die Verfolgung aufgenommen. Schließlich stürzte das Kind, sein Krad schleuderte in eine Fußgängergruppe und traf eine 31-Jährige, die schwer verletzt wurde. Der Junge rannte davon, wurde aber kurz darauf festgenommen.

Erstmals war Adnan im November 2000 wegen Diebstahls aufgefallen; schnell stand sein Name auf der Intensivtäterliste der Staatsanwaltschaft. Skrupel oder Hemmungen zeigte der Junge mit libanesischer Staatsbürgerschaft nie: Im Alter von zehn Jahren zwang er eine Gleichaltrige zum Oralverkehr, anschließend urinierte er auf das Mädchen. Es folgten Delikte quer durch das Strafgesetzbuch. Die Ermittler warten nun, dass Adnan im November 14 wird – und damit strafmündig. Untergebracht ist er jetzt im brandenburgischen Frostenwalde, wo Berlin einige Plätze für die schlimmsten kriminellen Kinder reserviert hat. Gitter hat das Heim nicht, kilometerweite Wälder sollen die Fluchtgefahr vermindern. Ha

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