Berlin : 13 Kilometer lange Spur der Schmiere: Öl-Alarm für die Feuerwehr

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Auf Öl gestoßen. Mehr eine Tonne Bindemittel streuten Feuerwehrleute am Montagvormittag auf eine 13 Kilometer lange Ölspur zwischen Spandau und Wilmersdorf. Welches Fahrzeug geleckt hat, ist unklar. Ein defektes Auto konnte nicht gefunden werden. Foto: dapd
Auf Öl gestoßen. Mehr eine Tonne Bindemittel streuten Feuerwehrleute am Montagvormittag auf eine 13 Kilometer lange Ölspur...Foto: dapd

An so viel Öl auf der Straße konnten sich auch Feuerwehrleute nicht erinnern, die seit Jahrzehnten im Dienst sind: 13 Kilometer lang war die schmierige Spur, die am Montagvormittag entdeckt wurde. Sie zog sich gleich durch mehrere Bezirke von der Heerstraße Ecke Pichelsdorfer Straße in Spandau bis zur Lietzenburger Ecke Pfalzburger Straße in Wilmersdorf. Die Herkunft des Öls ist unklar.

Die Feuerwehr war mit zehn Fahrzeugen und 40 Mann mehrere Stunden im Einsatz. Sie streuten 1250 Kilogramm Bindemittel aus, das später von der BSR wieder weggefegt wurde. Besonders vor Ampeln sammelten sich Ölpfützen auf der Fahrbahn – vermutlich weil dort das Fahrzeug halten musste, das die Spur verursacht hatte.

Der Verursacher der Spur war nicht über die Stadtautobahn gefahren, sondern parallel über den Messedamm und teilweise über Nebenstraßen, hieß es. Weshalb das Fahrzeug dann einen Umweg durch kleine Straßen in Schmargendorf machte, ist offen. Geheimnisvoll ist auch, warum die Spur in der Lietzenburger Straße plötzlich endete. Möglich sei, dass hier der letzte Tropfen aus der defekten Ölwanne des Fahrzeugs lief, hieß es. Wahrscheinlicher aber sei, dass ein Lastwagen mit einem löchrigen Fass auf der Ladefläche herumfuhr. Denn auf der 13 Kilometer langen Strecke verteilte sich das Öl an mehreren Stellen über die gesamte Breite der Fahrspur. Hätte ein Pkw das Öl verloren, hätte es nur eine dünne Spur gegeben, sagte ein Polizist. Für ein löchriges Fass spreche auch, dass bis zum späten Nachmittag nirgendwo ein defektes Fahrzeug aufgefallen ist.

Es kam zu kurzzeitigen Sperrungen und Behinderungen auf den betroffenen Straßen. Nach Polizeiangaben liegt keine Straftat vor, eine Anzeige wurde deshalb nicht geschrieben. Ein vorsätzliches Handeln sei höchst unwahrscheinlich, hieß es im Präsidium. Sollte der Verursacher wider Erwarten doch noch bekannt werden, könnte ihm die Feuerwehr allerdings die Rechnung für den Einsatz schicken. Die Behörden sind verpflichtet, solche Umweltverschmutzungen zu beseitigen.

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