Berlin : 13. September 1978

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Vor 25 Jahren berichteten wir über das Scheitern eines frühen EnglischUnterrichts

BERLINER CHRONIK

Das einstige Berliner Vorhaben, den Englisch-Unterricht eventuell in die dritte und vierte Schulklasse vorzuverlegen, wird zu den Akten gelegt. Die Versuche mit dem frühen Sprachenunterricht hatten keine nennenswerten Vorteile gebracht. Englisch wird in Berlin normalerweise, ebenso wie die anderen Fremdsprachen, in der fünften Klasse begonnen. Seit 14 Jahren gibt es aber in rund 20 Klassen das Experiment, schon in der 3. Klasse mit der Sprache Shakespeares anzufangen. Das nunmehrige Stop-Signal für diese Versuche bedeutet zumindest für absehbare Zeit, daß an eine allgemeine Vorverlegung des Fremdsprachenunterrichts nicht mehr zu denken ist. Ersatzweise stand zur Debatte, entsprechende Arbeitsgemeinschaften außerhalb des Unterrichts anzubieten. Auch dieses ist jedoch jetzt nicht mehr beabsichtigt, obwohl eine Untersuchung des Pädagogischen Zentrums 1972 zu dem Ergebnis gekommen war, daß eine allgemeine Einführung noch nicht empfohlen werden könne, man aber eine Weiterführung der Versuche befürworte.

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