Berlin : 14 Jungen in 145 Fällen missbraucht

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Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen steht seit Donnerstag ein 50-jähriger Mann vor dem Landgericht. In der Anklageschrift sind 145 Fälle aufgezählt, die sich zwischen November 1996 und April 1998 in der Lichtenberger Wohnung des Angeklagten ereignet haben. Der mehrfach einschlägig vorbestrafte Gebrauchtwarenhändler gestand gestern vor der 13. Großen Strafkammer einen Großteil der Taten. Er räumte ein, die Jungen nach den sexuellen Handlungen mit Geld, Radios, Mobiltelefonen, Kleidung und gelegentlich sogar Haschisch "belohnt" zu haben. Einige der 14 Jungen hätten sich selbst angeboten, sagte der Angeklagte, der nach eigener Darstellung als Kind von seinem Vater misshandelt und von einem Bekannten seiner Eltern missbraucht wurde. Inzwischen befinde er sich in psychiatrischer Behandlung und erhalte Injektionen zur Neutralisierung des sexuellen Verlangens. Das Gericht hielt dem Angeklagten gestern sein Geständnis zugute. Dadurch blieb es den geschädigten Jungen erspart, als Zeugen auszusagen. Fortsetzung des Prozesses am 26. August.

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