14-Millionen-Gewinn : Berliner knackt Lotto-Jackpot

Als erster Berliner überhaupt hat ein Lichtenberger am Mittwoch den Lotto-Jackpot geknackt. Ihn erwartet ein Gewinn von rund 14 Millionen Euro. In welchen Bezirken wohnen eigentlich die besten Tipper? Berlins Glücks-Kieze im Überblick.

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Kugeln, die die Welt bedeuten: Jeden Mittwoch hoffen Millionen Lottospieler in ganz Deutschland auf den großen Gewinn.
Kugeln, die die Welt bedeuten: Jeden Mittwoch hoffen Millionen Lottospieler in ganz Deutschland auf den großen Gewinn.Foto: dpa

4, 11, 16, 19, 29, 36 und die Superzahl 9 – mit diesen Zahlen hat ein Berliner am Mittwoch 13,9 Millionen Euro im Lotto gewonnen. Kein schlechtes Spielergebnis für einen Einsatz von 36,60 Euro – am Dienstag in zwei Wochen darf er den Gewinn von der Lottozentrale abholen. In der Zwischenzeit könnte für den Tipper sogar noch ein Gewinn dazu kommen: Der Lichtenberger (oder die Lichtenbergerin – Lottogewinner bleiben aus Sicherheitsgründen anonym) hat einen Vierwochenschein mit zwölf Tipps ausgefüllt – und ist deshalb weiterhin im Spiel.

In diesem Jahr gab es zwei weitere Lottomillionäre in Berlin, berichtet Thomas Dumke, Sprecher der Deutschen Klassenlotterie Berlin. Ein Spandauer gewann drei Millionen, ein Steglitzer erkreuzte sich 1,8 Millionen Euro. Außerdem wurden drei Berliner zu „Fast-Millionären“, wie Dumke sagt – sie gewannen hohe sechsstellige Summen.

Insgesamt wurden 2010 bisher 30,5 Millionen Euro als Gewinne ausgeschüttet, nicht nur im Lotto, sondern auch in Keno, plus 5, Spiel 77, Super 6 und Glücksspirale. Eingerechnet sind hier nur sogenannte Großgewinne über 5000 Euro, kleinere Auszahlungen kommen dazu. Gleich die Hälfte des Gesamtbatzens ging nach Lichtenberg – an den aktuellen Glückspilz und 17 weitere Gewinner. Auf Platz zwei der diesjährigen Glückskiez-Liste liegt Spandau mit insgesamt vier Millionen Euro (verteilt auf 31 Gewinner), danach folgt Steglitz-Zehlendorf mit drei Millionen (35 Gewinner).

U(h)rig. Karin „Lottofee“ Tietze-Ludwig faszinierte über Jahre hinweg die ARD-Zuschauer mit Charme und Glückszahlen.
U(h)rig. Karin „Lottofee“ Tietze-Ludwig faszinierte über Jahre hinweg die ARD-Zuschauer mit Charme und Glückszahlen.Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Vor drei Jahren war Lichtenberg schon einmal der glücklichste Bezirk der Stadt: 2007 zahlte die Lottogesellschaft knapp 18 Millionen Euro in den Berliner Osten. Natürlich ist das reiner Zufall – 2008 lag Tempelhof-Schöneberg vorn, im vergangenen Jahr war es Neukölln. Alles eine Frage der Wahrscheinlichkeit, sagt Lottomann Dumke. „Je mehr Leute an einem Ort Lotto spielen, desto mehr Gewinner gibt es“ – zumindest statistisch.

In ganz Berlin wurden im vergangenen Jahr 47 Millionen Spielscheine abgegeben – das sind fast eine Million pro Woche. Am eifrigsten wird in Tempelhof-Schöneberg, Spandau und Reinickendorf gespielt, in diesen Bezirken werden je 13 Prozent aller Berliner Spielaufträge abgegeben – in bürgerlichen Gegenden also. „Es ist also gerade nicht so, dass dort am meisten gespielt wird, wo die ärmsten Leute wohnen“, sagt Dumke. Schließlich sei Lotto normalerweise ein „Budgetspiel“, für das regelmäßig ein bestimmter Betrag reserviert werden müsse. In einkommensschwachen Haushalten sei das eben oft schwierig – „bei großen Jackpots haben wir aber etwa zehn Prozent Spontanspieler“.

Die Lottogewinne 2010 nach Bezirken
Die Lottogewinne 2010 nach Bezirken

Und was passiert mit den Tippeinsätzen, die nicht auf die Konten glücklicher Gewinner gehen? Die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin hat 2009 aus den Spieleinsätzen 67 Millionen Euro für soziale und kulturelle Zwecke ausgegeben. Zudem konnte das Land Berlin mehr als 49 Millionen Euro an Lotteriesteuer einstreichen – auch irgendwie ein Hauptgewinn. Und ein weiterer Punkt ist den Glücksverwaltern wichtig: „Die rund 1000 Lotto-Annahmestellen in Berlin haben im vergangenen Jahr rund 22 Millionen Euro an Provisionen erhalten“, sagt Dumke stolz. Mit diesem Geld würden Arbeitsplätze erhalten und Existenzen gesichert. Schließlich wäre es schade, wenn ausgerechnet der Kiosk schließen müsste, an dem vielleicht bald schon der nächste Jackpot-Schein abgegeben würde. 6 aus 49 – es zeigt sich immer wieder: Jeder hat eine Chance.

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