Berlin : 14 Tonnen Feuerwerk beschlagnahmt Polizei ahndete Verstöße gegen Sprengstoffgesetz

14,5 Tonnen Feuerwerk können keinen Schaden mehr anrichten: Diese Riesenmenge wurde in diesem Jahr bereits von Polizei und Ordnungsämtern beschlagnahmt.

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Am Mittwochabend fanden die Kontrolleure in zwei Lichtenberger Geschäften 6,1 Tonnen Knaller – viel zu viel angesichts der kleinen Lagerräume. Gestern wurden in einem Spandauer Laden zwei Tonnen, weitere 5,4 Tonnen in einem Lichtenberger Lagerraum und eine Tonne in Friedrichshain sichergestellt – entweder waren zu viele Knaller gelagert oder es fehlte ein Prüfzeichen. Erlaubt sind in einem Geschäft nur maximal 80 Kilo – das missachten viele Händler. Die Verantwortlichen müssen nun mit Strafanzeigen rechnen, die Böller wurden zum Sprengplatz der Polizei im Grunewald gebracht und dort vernichtet.

Wie gefährlich nicht zugelassene Böller sein können, demonstrierten gestern Feuerwehr und Sprengstoffspezialisten der Polizei: Ein auf einem polnischen Basar gekaufter Böller zerfetzte einer Kinderpuppe die linke Hand vollständig. Feuerwehrchef Broemme hofft, dass es Silvester – wie erstmals beim vergangenen Jahreswechsel – keine derartigen Schwerstverletzten in Berlin geben wird. Eigentlich müsse gar keiner Pyrotechnik kaufen, es reiche doch, das große Feuerwerk an der Silvestermeile auf dem 17. Juni zu bestaunen. Dort habe sich mittlerweile Vernunft durchgesetzt, lobte Broemme, kaum jemand bringe noch gegen das Verbot privates Feuerwerk mit auf die Straße des 17. Juni, wo etwa eine Million Menschen erwartet wird.

Dennoch werden dort 140 Sanitäter und 40 Feuerwehrleute stationiert, berlinweit warten 1640 Helfer in den Wachen. Einen Helfer muss Broemme nicht bezahlen, er ist auch unbezahlbar: Der tiefe Schnee werde mit Sicherheit viele Brände durch fehlgeleitete Raketen und Knaller verhindern, die in den trockenen Vorjahren regelmäßig viele Balkone, Dächer und Lauben angesteckt hatten. Allerdings sei im nassen Schnee die Gefahr größer, dass Böller nicht zünden – und später von Kindern aufgehoben und neu gezündet werden. Dies sei lebensgefährlich, warnte die Feuerwehr.

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