Berlin : 15. Berliner Denkmaltag: Drei Jahrhunderte Preußen: "Das gebaute Erbe"

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"Berlin, Brandenburg, Preußen - das gebaute Erbe" ist das Motto des diesjährigen Berliner Denkmaltages vom 6. bis zum 8. April. "Im Mittelpunkt stehen Zeugnisse aus der Zeit der Gründung Preußens. Die 300-jährige Wiederkehr der Krönung des ersten Königs in Preußen ist uns Anlass zur Spurensicherung aus der Zeit des frühen 18. Jahrhunderts", sagte gestern Landeskonservator Jörg Haspel, als er gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Joachim Zeller und Bezirksstadträtin Dorothee Dubrau das umfangreiche Programm vorstellte.

Die Denkmaltage beginnen am 6. April mit einer Tagung im Neuen Stadthaus, wo sich ab 10 Uhr sechs Vorträge mit der Parochialkirche, ihrer Bau- und Sanierungsgeschichte, beschäftigen. Drei Beiträge gelten der Friedhofsarchäologie: Wer wurde im Gruftgewölbe beigesetzt? Welchem Formenwandel unterlagen die Särge zwischen Barock und Biedermeier? Was förderten anthropologische Untersuchungen in den Gewölben zutage? Ab 14 Uhr steht die Köpenicker Schlossarchäologie auf dem Programm, ab 16 Uhr die Preußische Kultur um 1700 mit Vorträgen über das Zeughaus, das "Schoeler-Schlösschen" in Wilmersdorf und die Berliner Gartenkunst.

Die folgenden beiden Tage (7. und 8. April) stehen ganz im Zeichen von Führungen, deren Teilnahme in den meisten Fällen kostenlos ist. Eine Auswahl der Themen: Spaziergang über die "Linden", Wiederaufbau und Rekonstruktion von Schloss Charlottenburg, Hohenzollerngruft, Führung durch Schloss Niederschönhausen und über den Garnisonfriedhof in Mitte, Spandauer Vorstadt, eine Führung durch die Ausstellung über das Denkmal Friedrich II. im Mitte-Museum im Palais am Festungsgraben, der Große Tiergarten (Dauer: dreieinhalb Stunden), Besuche von Schadow- und Ribbeck-Haus, Spaziergang über verschiedene Kirchhöfe. Am Sonntag, dem 8. April, gibt es ab 10 Uhr eine gartenhistorische Führung durch den südlichen Tiergarten, einen Vortrag über die Bau- und Veränderungsgeschichte der Sophienkirche und einen Besuch in der Königlichen Porzellan-Manufaktur (Anmeldung unter 9027 3671 erforderlich). Das komplette Programmheft gibt es in den Bezirksämtern und beim Landesdenkmalamt, Krausenstraße 38-39.

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