Berlin : 15 Schulen bewerben sich für Pilotphase Gemeinschaftsschule beginnt im Sommer 2008

Susanne Vieth-Entus

Der Funke „Gemeinschaftsschule“ ist noch nicht auf alle zwölf Bezirke übergesprungen: Bislang haben sich 15 Schulen in sieben Bezirken bereit erklärt, an der Pilotphase teilzunehmen, und dafür auch die Zustimmung ihres Bezirks erhalten. Gestern legte Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) die Gesamtliste vor, die allerdings keine Überraschungen enthielt: Erwartungsgemäß ist kein Gymnasium darunter und nur zwei Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe. Wer von den Schulen endgültig mitmachen kann, wird Zöllner noch im November mitteilen. Anschließend beginnen die Fortbildungen der Lehrer und die Umbauten.

Wie berichtet, gibt es die meisten Bewerber in Treptow-Köpenick, wo sich die Sophie-Bahre-Realschule und die Grundschule am Heidekampgraben zusammentun wollen. Weitere Bewerber: Moses-Mendelsohn-Gesamtschule mit James-Krüss-Grundschule (Moabit), Heinrich-von-Stephan-Schule (Moabit), Emanuel-Lasker-Realschule mit Modersohn-Grundschule (Friedrichshain), B.-Traven-Gesamtschule (Spandau), Hermann-Gmeiner-Grundschule (Lichtenberg), Mozart-Grundschule (Hellersdorf), Karsen-Gesamtschule (Britz). Die laut Bildungsstadtrat Wolfgang Schimmang (SPD) „ausgewogenste und beste Bewerbung, die ich je gesehen habe“, stammt vom zukünftigen „Campus Rütli“, der sich zusammensetzt aus der Rütli-Hauptschule, der Heinrich-Heine- Realschule und der Franz-Schubert- Grundschule. Tatsächlich ist die Zusammenarbeit dieser drei Schulen schon sehr weit gediehen. Es finden bereits gemeinsame Lehrerkonferenzen, Schüler-Workshops und AGs statt. Zudem plant Pankow die Neugründung einer Schule als Gemeinschaftsschule.

Von den freien Schulen haben sich beworben: die neue Evangelische Schule Berlin-Zentrum (Mitte), die Klax-Schule (Weißensee), die Freie Montessori- Schule mit dem Kinderhaus Berlin (Köpenick) sowie die Best-Sabel-Schule (Mahlsdorf). Susanne Vieth-Entus

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben