15 Thesen zum Bezirk Mitte : Berlin will keinen Autoverkehr vor dem Roten Rathaus

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher stellt am Sonnabend „15 Thesen“ aus ihrer Debattenreihe „Alte Mitte – Neue Liebe“ vor. Dem Tagesspiegel liegen diese bereits vor.

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Das Rote Rathaus in Berlin Mitte.
Das Rote Rathaus in Berlin Mitte.Foto: Thilo Rückeis

Mittes Bedeutung

Die Mitte ist „ein Ort für alle“, an dem deren „vielseitige und vielschichtige Geschichte“ erlebbar ist. Sie ist „Ort der Demokratie, Debatte und Begegnung“, braucht einen Platz für den „politischen Diskurs“, etwa „direkt vor dem Roten Rathaus“. Das „kulturelle Leben“, „Kreativität“ sowie „kulturelle Vielfalt“ haben hier ihren Platz.

Die Nutzung von Mitte

Grundstücke werden nicht privatisiert, teure Wohnungen und Büros ausgeschlossen, Mitte ist ein öffentlicher Ort. Sie wird „grüne Oase“. Es braucht ein „Verkehrskonzept“ mit Vorfahrt für Fußgänger und Radler. Spandauer und Karl-Liebknecht- Straße werden verkehrsberuhigt.

Berlins vergessene Mitte
Berlins Mitte war immer schon in Bewegung. Eine neue Ausstellung des Stadtmuseums im Ephraim-Palais dokumentiert die vielfältigen Brüche über einen Zeitraum von mehr als 150 Jahren. Die Ausstellung im Ephraim-Palais ist vom 21. Oktober bis 27. März 2011 zu sehen. Dieses Foto zeigt den Blick vom Turm der Marienkirche auf die Kaiser-Wilhelm-Straße in Richtung Lustgarten um 1920.Weitere Bilder anzeigen
1 von 25© Stadtmuseum Berlin | Foto: Albert Vennemann
24.10.2010 16:13Berlins Mitte war immer schon in Bewegung. Eine neue Ausstellung des Stadtmuseums im Ephraim-Palais dokumentiert die vielfältigen...

Die Gestaltung von Mitte

Die Marienkirche wird „räumlich gefasst“ durch Nachbarbauten und bekommt einen „gestalteten Vorplatz“. Die Sichtachse zum Roten Rathaus bleibt erhalten, so wie jene zwischen Fernsehturm und Humboldt-Forum. Die Geschichte der Stadt wird durch eine Bebauung auf historischem Stadtgrundriss und „Leitbauten nach historischem Vorbild erlebbar“.

Alternativ wird Mitte „annäherungsweise komplett “ bebaut mit Wohnungen, Gewerbe und Gastronomie. Dritte Variante ist eine „Teilbebauung als Übergang zwischen Freifläche und urbaner Mitte“.

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