Berlin : 150 Männer prügelten sich auf Autohof Sechs Verletzte in Britz bei Massenschlägerei

Plötzlich standen sich knapp 150 Männer auf dem Autohändlerplatz am Tempelhofer Weg im Neuköllner Ortsteil Britz gegenüber: Steine und Fäuste flogen, Autoscheiben gingen zu Bruch. Die Polizei musste gestern Mittag mit 180 Beamten ausrücken, um die Massenschlägerei unter Libanesen und Palästinensern zu unterbinden. Sechs Männer aus der Gruppe der Kontrahenten kamen mit Kopfverletzungen in eine Klinik. Zunächst bestätigte die Polizei gestern lediglich die Festnahme eines Beteiligten wegen schweren Landfriedensbruchs. Genaue Angaben machte sie nicht.

Der Massenschlägerei vorausgegangen waren „private Streitigkeiten“, wie ein Polizeibeamter gestern sagte. Ausgelöst wurde der Konflikt offenbar am Donnerstagabend, als ein Auto mit palästinensischen Insassen die Einfahrt des Autohändlerplatzes der Libanesen blockiert hatte. Die Beschäftigten vom Autohändlerplatz sollen daraufhin verlangt haben, dass das Auto wegfährt. Weil die Insassen sich weigerten, soll es bereits am Donnerstagabend zu ersten Handgreiflichkeiten gekommen sein.

Doch der große Rachefeldzug fand dann am Freitag gegen 12 Uhr statt. Innerhalb kürzester Zeit soll die Menge auf knapp 150 Personen angewachsen sein, die dann mit Steinen und Flaschen warfen und aufeinander einschlugen. Zwei arabische Friedensrichter wurden zum Tatort gerufen, um zwischen den Parteien zu schlichten. Ob sie erfolgreich waren, konnte die Polizei gestern nicht sagen. „Als wir mit unseren Einsatzkräften kamen, hatte sich die Lage schon wieder beruhigt“, sagte ein Sprecher. tabu

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