Berlin : 150. Todestag des Revolutionärs

Der 150. Todestag des Potsdamer Revolutionärs Max Dortu (1826-1849) ist am Samstag mit einer Kranzniederlegung an seinem Grab in Freiburg (Baden-Württemberg) begangen worden. Vertreter zweier antimilitaristischer Vereine und der Potsdamer Stadtfraktion "Die Andere" ehrten den Jura-Studenten und Major der Badischen Revolutionsarmee, der von einem preußischen Kriegsgericht zum Tode verurteilt worden war. Am 31. Juli 1849 wurde Dortu an der Friedhofsmauer von Wiehre (heute Freiburg) erschossen.

In Potsdam fand eine Feierstunde im Geburtshaus Dortus statt, an der Stadtpräsidentin Birgit Müller (PDS) teilnahm. Der Name einer Schule und eine Gedenktafel erinnern in Potsdam an Dortu.

Als Potsdamer Stadtverordneter hatte Dortu am 9. März 1848 ein Reformprogramm eingebracht, das auf eine konstitutionelle Monarchie und bürgerliche Freiheiten zielte. Am 18. und 19. März nahm der 22jährige an Barrikadenkämpfen in Berlin teil. Am 5. Dezember kam es zu Krawallen auf dem Alten Markt in Potsdam, an denen Dortu beteiligt gewesen sein soll. Da er nun gesucht wurde, floh Dortu nach Paris. Nach der Niederschlagung des badischen Aufstands geriet er in Gefangenschaft.

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