Berlin : 16. August 1980

Vor 25 Jahren berichteten wir über das Kleingartengebiet an der Roedernallee

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Als „Grundbesitz des kleinen Mannes“ müssen Kleingärten eben diesem „kleinen Mann“ auch erhalten bleiben. Könnte das Pachtland des Kleingärtners auch wahlweise zum Eigentum des Pächters werden, stünde damit der Bodenspekulation Tür und Tor offen. Die Parzellen fielen dann jeweils dem zu, der am meisten dafür bieten könne. Zu diesem Ergebnis kam das Oberverwaltungsgericht. Die Richter entschieden gegen die Forderung einer westdeutschen Kleingarten und Siedlungsgenossenschaft, die 90 Pächter eines von ihr erworbenen Dauerkleingartengeländes zu Eigentümern der Parzellen machen will. Schon das Verwaltungsgericht hatte zuvor die Klage gegen die behördliche Ablehnung des Antrages auf Teilung des Landes abgewiesen. Das Gelände, um das es in diesem Streit geht, ist 25000 Quadratmeter groß und liegt an der Roedernallee in Reinickendorf. Es war ursprünglich Gewerbefläche im Privatbesitz.

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