Berlin : 16. Oktober 1977

-

Vor 25 Jahren berichteten wir:

BERLINER CHRONIK

Der Streit um die unverbaute Landschaft südlich des Schichauweges, dicht am Lichtenrader Wäldchen, ist immer noch nicht beendet. Nach wie vor sind sich alle Tempelhofer Parteien darüber einig, daß dieses Restchen märkischer Ursprünglichkeit mit seinen Feldern und Grünflächen nicht durch Industrieansiedlungen zerstört werden darf. Sie fordern deshalb vom Wirtschaftssenator, das Gelände als Erholungsgebiet auszuweisen. Eine solche Umwidmung wird jedoch von Lüder abgelehnt. In den Sommermonaten kam dazu aus dem Hause des Senators der Hinweis auf bevorstehende Verhandlungen mit einem ausländischen Konzern, der als Interessent für das strittige Gebiet in Frage kam. Inzwischen haben sich die Gespräche über eine mögliche Produktionsstätte in Berlin längst zerschlagen. Aber die Tempelhofer kämpfen noch immer vergeblich um diesen „Freiraum“ im südlichsten Zipfel des Bezirks. Wenn die Unternehmer vor der Tür der Wirtschaftsverwaltung Schlage stehen würden und abschlägig beschieden werden müssten, wäre diese zähe Verteidigung der Landschaft als Industriegebiet nach der Ansicht des Tempelhofer Baustadtrates Kreuter verständlich.

0 Kommentare

Neuester Kommentar