Berlin : 16. September 1977

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Vor 25 Jahren berichteten wir:

BERLINER CHRONIK

Ziemlich einhellig sprachen sich gestern in einer Anhörung Vertreter von Handwerk und Industrie gegen die Einführung des 10. Pflichtschuljahres in Berlin aus. Schulsenator Rasch (FDP) strebt es für spätestens 1979 an. Vorbehaltlos für das 10. Schuljahr plädierten dagegen der DGB sowie das Landesarbeitsamt. Der deutlichste Widerstand kam von der Handwerkskammer. Mit einem 10. Pflichtschuljahr verschiebe sich das Alter beim Berufseintritt „bedenklich“. Der Staat zwinge dann „mündige Bürger unerträglich lange zu wirtschaftlicher Unmündigkeit“. Rund 2200 Jugendliche würden pro Jahr davon abgehalten, wie bisher nach dem 9. Schuljahr in die Berufsausbildung zu treten. Man solle es beim freiwilligen 10. Schuljahr, wie derzeit praktiziert, belassen, argumentierte die Handwerkskammer.

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