Berlin : 17. November 1981

Vor 25 Jahren wollte die SPD die Kategorie „Sprachinländer“ einführen

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Mit einer Änderung des Schulgesetzes, worin in Zukunft zwischen „Sprachausländern“ und „Sprachinländern“ unterschieden werden soll, will die SPD-Fraktion des Abgeordnetenhauses die Integration der ausländischen Kinder an den Berliner Schulen voranbringen. Bei einer Debatte über das Verhältnis von ausländischen und einheimischen Kindern in den unteren Schulklassen betonten gestern Mitglieder der SPD-Fraktion im Schulausschuß des Parlaments, daß künftig von einem gemeinsamen Unterricht mit deutschen Schülern als dem Regelfall auszugehen sei. Eine Trennung in spezielle Ausländerklassen will die Oppositionsfraktion nur noch dann zulassen, „wenn dem Ziel der Integration durch diese Maßnahme besser gedient wird als durch gemeinsame Unterrichtung“. Mit der Aufteilung in Sprachausländer und Sprachinländer sollen diejenigen ausländischen Schüler, die bereits entsprechend ihrem Alter gut deutsch sprechen, künftig nicht mehr als Ausländer gewertet werden, sagte der SPD-Abgeordnete Hans-Georg Lorenz.

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