Berlin : 18-Jähriger gesteht Messerstiche Berufsschüler jetzt wegen Totschlag vor Gericht

Es ging bei dem tödlichen Streit vermutlich um die Liebe zu einem Mädchen: Ein 18-jähriger Berufsschüler muss sich seit gestern wegen Totschlags vor dem Landgericht verantworten. Hakan T. soll am 11. März am Paul-Lincke-Ufer in Kreuzberg neun Mal auf den ein Jahr älteren Ömer Y. eingestochen haben. Im Prozess, der aus Jugendschutzgründen unter Ausschluss der Öffentlichkeit läuft, soll der Angeklagte die Tat im Wesentlichen gestanden und sich entschuldigt haben.

Hakan hatte sich den Ermittlungen zufolge mit seiner ehemaligen Freundin zu einer „Aussprache“ am Ufer getroffen. Sie sollen lange auf einer Bank gesessen und gestritten haben. Bis die 17-Jährige ihren neuen Freund anrief. Als Rivale Ömer hinzukam, sei die Situation eskaliert. Erst sollen sich Hakan und Ömer beschimpft, dann geschlagen haben. Schließlich habe der Angeklagte ein Messer gezogen. Für das Opfer kam jede Hilfe zu spät. Er starb noch am Tatort.

Hakan flüchtete, 15 Wochen lang fehlte von ihm jede Spur, bis er im Juni in Schöneberg gefasst wurde. Ob er aus Eifersucht handelte, müsse in der Verhandlung geklärt werden, hieß es am Rande des Prozesses. Ganz wesentlich sei dabei die Aussage seiner ehemaligen Freundin. Sie war schließlich Augenzeugin der tödlichen Auseinandersetzung. Das Mädchen war damals schwanger. Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt. K.G.

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