Berlin : 18. Mai 1978

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Vor 25 Jahren berichteten wir über die neue Isolierstation im VirchowKlinikum

BERLINER CHRONIK

Rund 17 Millionen Mark hat die neue Pocken-Isolierstation gekostet, die im Rudolf-Virchow-Krankenhaus offiziell ihrer Bestimmung übergeben wird. Über dreieinhalb Jahre hat es gedauert, bis das in zwei unterirdische und zwei oberirdische Geschosse gegliederte Gebäude fertig geworden ist. Geplant wurde es allerdings 1963. Als seinerzeit die Stockholmer Behörden wochenlang durch Pockenalarm in Atem gehalten wurden, da stellten auch die Berliner Seuchenhygieniker fest, dass sie für einen möglichen Ernstfall kaum gewappnet waren. Die Infektionsabteilung des Rudolf-Virchow-Krankenhauses, die eigens für die Unterbringung „gemeingefährlicher Seuchenkranker“ errichtet worden ist und bis 1959 noch Patienten aus dem Osten und dem Westen der Stadt aufnahm, stammte immerhin aus dem Jahre 1906. Gebaut wurde sie vor Jahrzehnten einmal auf Wunsch von Robert Koch, als dieser Direktor des Preußischen Institutes für Infektionskrankheiten war.

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