Berlin : 19. April 1979

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Vor 25 Jahren berichteten wir über Schüsse auf dem Anhalter Bahnhof

BERLINER CHRONIK

Unter der Überschrift „schwerwiegender Übergriff Westberliner Polizisten“ berichtete die DDR-Nachrichtenagentur ADN über einen „Zwischenfall“, der sich auf dem Anhalter-S-Bahnhof ereignet habe. Bei einer „vorgeblichen Fahndung“ nach einem Einbrecher hätten die Polizisten dort scharfe Schüsse aus ihren Dienstwaffen abgegeben. „Dieser schwerwiegende Übergriff Westberliner Organe verletzt grob die Rechte und Zuständigkeiten der Deutschen Reichsbahn in Westberlin und gefährdete Menschenleben.“ Bei der West-Berliner Polizei heißt es dazu, zwei Polizeibeamte hätten auf der Zugangstreppe zur S-Bahn je einen Schuß aus ihren Dienstpistolen auf einen Schäferhund abgegeben, der von einem 28jährigen Mann auf sie gehetzt worden war. Ein Polizeisprecher sagte zu den ADN-Vorwürfen, die West-Berliner Polizei sei bei Verfolgung auf frischer Tat und in Notwehrsituationen nach alliiertem Recht auch auf „Reichsbahn“-Gelände zuständig. „Das ist rechtlich gar keine Frage.“

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