Berlin : 19 Stadträte wollen Übergang von Grund- zur Oberschule ändern

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Auf Initiative des Neuköllner Stadtrats für Bildung und Kultur, Michael Wendt (Bündnis 90 / Grüne), haben sich 19 Bildungsstadträte über Parteigrenzen hinweg an die Fraktionen im Abgeordnetenhaus gewandt. Ihre Bitte: Die Parlamentarier aus dem Schulausschuss mögen schnell den Weg frei machen für eine Änderung des Schulgesetzes, was den Übergang von der Grund- auf die Oberschule angeht. Damit soll ein Urteil des Verwaltungsgerichts, wonach generell das Los entscheide, aufgehoben werden.

Im Juli hatte die dritte Kammer zudem gefordert, der Wechsel müsse gesetzlich geregelt werden. Bislang wurde nach folgenden Kriterien entschieden, die im Gesetz weitergeführt werden sollen: Kinder, die auf der Grundschule eine Fremdsprache sowie Musik oder Kunst intensiv lernten, sollten die Spezialisierung auf der Oberschule weiter verfolgen können. Anschließend folgt die Härtefallregelung, zudem spielt die Erreichbarkeit der Schule eine Rolle, schließlich geht es um eine Ganztagsbetreuung des Kindes. Wenn grundsätzlich alle Kinder mit allen Begabungen in eine Lostrommel kämen, könnten die Schulen kein Profil ausprägen, und es würden an Gesamtschulen kaum mehr Real- und Gymnasialkinder aufgenommen werden können. Das Gericht hatte zudem Eltern ermöglicht, ihre Kinder einzuklagen - bei ohnehin vollen Klassen ein Problem. Bei der Schulverwaltung hieß es, Senatorin Ingrid Stahmer stehe hinter dem Stadträte-Aufruf.

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