1957 UND 1987 : Was die IBA der Stadt gebracht hat

In Berlin gab es bisher zwei Internationale Bauausstellungen. Bei der IBA 1953 bis 1957 ging es um die Fortführung des modernen Bauens unter den Bedingungen der Nachkriegszeit. Der Bombenhagel des Krieges hatte ausreichend Platz geschaffen, um die Leitsätze der Gartenstadt-Architektur aus den 20er Jahren – Licht, Luft, kompakte Grundrisse – auch in der Innenstadt umzusetzen. Schwerpunkt wurde die Neubebauung des Hansaviertels mit Hochhaussolitären.

Die zweite IBA von 1984 bis 1987 nahm sich der behutsamen Stadterneuerung an, die nach den Protesten gegen die Kahlschlagsanierungen der 70er Jahre als Ziel formuliert wurde. Der Blockrand wurde wiederentdeckt und die Trennung von Gewerbe und Wohnen zumindest in den Altbauquartieren aufgegeben. Dennoch mussten viele Hinterhäuser in Wedding und Kreuzberg zugunsten begrünter Spielhöfe weichen. Die Bauausstellungen sind experimentell angelegt. Neue Wohnkonzepte sollen den Praxistest machen. loy

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